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Lagebericht im Januar 2020

Es lohnt sich, für eine verträgliche Bebauung zu kämpfen. Unsere Stimme wird gehört. Wir müssen nur dranbleiben.

Aus dem "Egestorfer Rotkehlchen,

Informationen der SPD-Abteilung Egestorf, 1. Halbjahar 2020"vom 25.01.2020

Nach Recherchen der Region Hannover benötigt die Stadt Barsinghausen 600 zusätzliche Wohnungen. Das Nebaugebiet Rottkampweg ist seit Jahrzehnten immer wieder im Gespräch und soll jetzt umgesetzt werden. Dadurch soll auch das im Bebauungsplan 28A als Kleingartenanlage festgesetzte Gelände hinter dem Friedhof bebaut werden, womit eine sozial und ökologische wichtige Einrichtung für die Wohnungsinhaber in der Ellernstraße entfällt.

Die SPD-Abteilung Egestorf fordert eine für die Anlieger verträgliche Bebauung und als Ersatz für die entfallende Kleingartenanlage die schnelle Umsetzung der in den Bebauungsplänen 28A und 28B festgesetzten Dauerkleingartenanlagen zwischen der Bahnlinie und der Wohnbebauung mit dem Kindergarten.

(Autor leider nich auzumachen: Herr Günter Gottschalk? Oder Herr Michael Wittich?)

UNSER LAGEBERICHT

  1. Für die Bürgerinformationsveranstaltung, die uns von Herrn Baudirektor Wollny zugesagt wurde und zuerst nach der Sommerpause, dann aber nach dem geplanten und wohl geplatzten Ge­spräch des Bürgermeisters mit den Gartenpächtern stattfinden sollte,
    haben wir bis heute keinen Termin erhalten.

  2. Das Gespräch mit Vertretern der Partei der Grünen am 09.11.2019
    Auch die Grünen haben im Bauauschuss für die Bebauung gestimmt. Aber man hörte sich unsere Argumente aufmerksam an und wolle die Sache noch einmal bedenken.

  3. Die Versammlung am 27.11.2019, zu der die Eigentümer einluden:
    a) Die Stadtverwaltung war nicht vertreten.
    b) Zum Grundstück am südl. Rottkampweg:
    Die Eigentümer Herr Neddermeier und Herr Lars Meier bestätigten, daß hier nur 1-geschossig, max. 1 1/2-geschossig gebaut werde. Sie verwiesen auf eine mitgebrachte Planzeichnung, in der das auch so zu sehen war.
    Ein späteres Gespräch mit dem zuständigen Stadtangestellten, Herrn Gogol, ergab, daß das Bau­amt gem. der veröffentlichten Planzeichnung vom 21.6.2019 links und rechts des Rottkampswegs weiterhin 2-geschossig plane. Man sei sehr an der Verdichtung interessiert.
    In einem weiteren Telefonat mit Herrn Neddermeier führte dieser aus, er habe die Zeichnung vom Planungsbüro Stadtlandschaft. Eine Kopie liegt uns jetzt vor, es ist ein Vorabzug zur Abstimmung im Bauausschuss vom 13.5.2019, also eine ältere, nicht gültige Version.

    c) Zu den Kleingärten:
    Herr Lango stellte als Besitzer des Grabelands sein Projekt für betreutes Wohnen vor. Er werde auf seinem Gelände Kleinbungalows für ältere Menschen errichten, die je um einen kleinen Platz grup­piert sein werden. Hinzu komme evtl. auch ein niedergeschossiges Gebäude für Pflegebedürftige.­Die Planung der Stadt sei für ihn irrelevant.
    Am 4.12.2019 fand dann ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister Herrn Lahmann und Herrn Lango zu dem Thema statt, das ergebnislos verlief (s.o.) und fortgesetzt werden soll.
    d) Auf dem nordöstl. Abschnitt am Rottkampweg gab der Eigentümer Herr Zessler an, senioren­gerechte Reihenhäuser (2-geschossig) für mehrere Generationen realisieren zu wollen. Eine kon­krete Planung liegt aber noch nicht vor.

  4. Zum südlich an das Asylantenheim angrenzenden Abschnitt:,
    Eigentümer ist die Stadt Barsinghausen. Sie sieht zweigeschossige Bauweise vor. Vermutlich wird hier sozialer Wohnungsbau geplant (der Bund stellt jährlich rund eine Milliarde Euro soziale Wohnraum­förderung bereit).

  5. Das Flüchtlingsheim ist Teil des BP212. Lt. Herrn Neddermeier ist für die Holzständerbau­weise von einer Lebenserwartung von nur 10 Jahren auszugehen. Es kann also angenommen wer­den, dass das Asylantenheim in etwa 6 Jahren ebenfalls durch sozialen Wohnungsbau ersetzt wer­den wird.
    Die sich dadurch ergebende Verschiebung der Sozialstruktur in unserem noch ruhigen Wohngebiet scheint für unsere politischen Vertreterinnen und Vertreter nicht relevant zu sein.

  6. Hydraulisches Gutachten: Südl. Abschnitt Rottkampweg
    Entgegen der Aussage im Umweltbericht (3.3) soll lt. Lars Meier die Oberflächenentwässerung der Grundstücke östlich des Rottkampwegs nicht über den Retentions­raum, sondern trotz gegenläufi­gen Gefälles über einen unter dem Rottkampweg in ca. 3 m Tiefe befindlichen Kanal erfolgen. Ein hydraulisches Gutachten liegt auch wohl noch nicht vor.

  7. Weitere offene und kritische Punkte:
    Es fehlt ein schlüssiges umfassendes Konzept zur Verkehrsführung und Verkehrssicherheit:
    neuralgische Punkte sind
    o Einmündung des Rottkampwegs in die Brinkstraße
    o Enge zwischen Flüchtlingsheim und gegenüberliegendem Privathaus
    o Wohin mit dem nötigen Fußweg
    o Rottkampweg zweispurig?
    o Einbeziehung der Weber- und der Ellernstraße in einen Einbahnverkehr?
    o Wie ist der Ausbau des zu fördernden Radverkehrs in den Bereichen Rottkampweg, Brinkstraße, Fuß­weg zur Bahn geplant?
    o Im Umweltbericht zum B-Plan Nr. 212 "Rottkampweg"heißt es zu 2.1 , daß die Kleingärten nach einer Prüfung durch die kommunale Landschaftsplanung ggf. zu sichern seien. Unsere Frage: Wann wird denn die Bestandsaufnahme des Schutzguts Pflanzen und Tiere abgeschlossen sein?

  8. Nächste Bauausschußsitzung:
    Donnerstag, 13. Februar 2020, 18
    Uhr voraussichtlich in der Aula im Schulzentrum Am Spalterhals
    Bitte nehmen Sie zahlreich an der Veranstaltung teil!
    Es ist notwendig, dass wir nach einigen Wochen relativer „Ruhe“ zum Thema Bebauungs­plan Rottkampweg in der öffentlichen Einwohnerfragestunde unseren politischen Vertreterinnen und Vertretern zeigen, dass uns das Thema weiter extrem wichtig ist!

Und überhaupt: Wir müssen gegenüber den Aussagen der Eigentümer skeptisch sein.
Wir müssen daher auf eine entsprechnde Änderung des Bebauungsplans dringen.
Wir müssen auf dem versprochenen Termin mit Herrn Baudirektor Wollny bestehen.
Wir müssen einzelne Abgeordnete für unsere Sache gewinnen.

(Hansen, Holtiegel)